Die Antwort des Herzens auf Deine Ziele

Das Jahr neigt sich zu Ende, die Feiertage stehen vor der Tür und manche von euch nutzen die ruhige Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, um ihr Leben zu überdenken. Was ist gut gelaufen in diesem Jahr, was nicht und wie soll es weitergehen? Ziele setzen!

Eine Frage: Sorgt Ziele setzen für Stress bei Dir? Hast Du das Gefühl, dass Du Dich im Ziele-Erreichungs-Autopiloten befindest?

Beobachtest Du Dich dabei, immer mehr und mehr erreichen zu wollen und trotzdem nie erfüllt zu sein?

Auch wenn Du Ziele setzen magst, beschreibe ich Dir hier einen neuen Weg, wie Du die Ziele, die wirklich zu Dir passen, ohne Stress erreichen kannst.

Bestandsaufnahme

Wie sieht es im Moment bei Dir aus? Möchtest Du Dich besser fühlen? Möchtest Du Dich besser fühlen auf dem Weg zu Deinen Zielen? Wie werden sich Deine Ziele für das neue Jahr anfühlen? Inspiriert? Frage Dich doch mal, wie Du Dich fühlen möchtest. In welcher Verbindung stehst Du zu Deinen Zielen?

Sieht das vielleicht so aus: Du setzt ein Ziel und fängst an zu strampeln, ohne wenn und aber, um dieses Ziel zu erreichen? Ohne Fleiß keinen Preis. Dein innerer Antreiber gibt keine Ruhe. Du willst es schaffen! Doch Du erreichst das Ziel nicht. Ganz im Gegenteil, Du vermasselst es total. Du fühlst Dich wie ein Verlierer. Oder Du erreichst das Ziel 6 Monate oder 1 Jahr später als geplant und… fühlst Dich trotzdem wie ein Verlierer, weil Du Dein Ziel zu spät erreicht hast.

Oder so: Du setzt ein Ziel und fängst an zu arbeiten, doch plötzlich entdeckst Du ein anderes Ziel, das viel interessanter aussieht. Du machst eine Kurskorrektur und gehst den neuen Weg. Und wieder fühlst Du Dich wie ein Verlierer, weil Du Deine Meinung geändert hast. Und dann… ist es geschafft. Du erreichst Dein Ziel. Alles ist toll. Du hast sogar mehr erreicht als erwartet. Trotzdem fühlst Du Dich wie ein Verlierer, weil…. das Ergebnis noch besser hätte aussehen können.

Warum bist Du unzufrieden?

Du hattest nur Dein Ziel im Auge. Und die ganze Konzentration lag nur auf der Erreichung des Ziels und hatte nichts damit zu tun, zu lieben, wer Du warst und wer Du geworden bist auf dem Weg dort hin. Irgendetwas in Dir hat Dich angetrieben.

Wo ist der Mittelweg zwischen der Akzeptanz von dem was ist und dem Streben danach, etwas erreichen wollen? Du darfst Wünsche haben. Frage Dich nur selbst, ob Du Dich getrieben fühlst, diese Wünsche zu erfüllen? Es geht nicht um das Ziel. Es geht darum, wie Du Dich fühlst, wenn Du Dein Ziel erreicht hast.

Wie möchtest Du Dich fühlen?

Frage Dich: Was kann ich heute tun, um mich so zu fühlen? Was ist, wenn ich nur ein bisschen dafür tue, um mich so zu fühlen? Wie sehen meine Ziele für das nächste Jahr aus, wenn ich das mit in Betracht ziehe? Wie müssen Deine Ziele für das nächste Jahr aussehen, wenn es nur darum geht Dich besser bzw. anders zu fühlen als im Moment?

Dies wird ändert Deine Ziele verändern. Es wird verändern, wie Du versuchst Deine Ziele zu erreichen. Du wirst anfangen Dich mehr so fühlen, wie Du Dich wirklich fühlen willst.

Entwickle einen Gefühlsplan

Hier die Aufgabe: Schreibe auf, wie Du Dich in folgenden Bereichen fühlen willst.

  • Lifestyle
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Beziehungen und soziale Kontakte
  • Beruf und Karriere

Eliminiere, womit Du nicht in Resonanz gehst. Erkenne Muster.

Finde 3 – 5 tiefe Wunschgefühle.

Lass die Finger von Worten wie Wohlstand und Erfolg. Wir haben die Versionen von Erfolg anderer Leute übernommen. Das ist einer der Gründe warum wir uns getrennt fühlen von unseren eigenen tiefen Gefühlen. Wir leben die Träume anderer. Und wir wissen nicht, ob die sich so fühlen, wie sie sich fühlen möchten.

Erfolg hat ein darunterliegendes Gefühl. Wenn Du sagst: Erfolg heißt Respekt, tauche tiefer ein. Worum geht es bei Respekt? Bei Respekt geht es um Vertrauen. Geh tiefer. Suche eine Definition für das Wort, das für Dich stimmt. Welches Gefühl liegt unter Vertrauen – Liebe. Eins Deiner Wunschgefühle ist Liebe.

Um dieses tiefe Wunschgefühl zu finden geht es nicht darum, die Welt so zu beeinflussen oder Erwartungen zu hegen, damit Du Dich so fühlen kannst. Es geht nicht darum am Montagmorgen ins Büro zu gehen und zu sagen: Ich kenne jetzt meine tiefen Wunschgefühle und ich möchte von meinen Kollegen respektiert werden. Damit verlässt Du Dich auf Kräfte, die von außen kommen, um Deine Realität zu formen. Du gibst Deine Macht weg. Das ist nicht gut. Es geht darum, dass Du bewusst Einfluss auf Dein Leben nimmst.

Du kannst nicht wählen, was Dir passiert, doch Du kannst wählen, wie Du Dich fühlst. Wenn Du respektiert werden möchtest, dann sei ein respektvoller Mensch. Es ist eine Gelegenheit für uns alle unser Leben zu gestalten. Die Frage, die ich mir immer wieder stellen kann ist, wie kann ich ein respektvoller Mensch sein.

Finde Deine Leidenschaft

Leidenschaft ist nicht etwas außerhalb von Dir. Leidenschaft ist etwas, das Du einbringst. Und dazu setzt Du Deine eigenen Regeln ein. Wie kannst Du Regeln für Dich selbst gestalten? Zum Beispiel: Jedes Mal, wenn Du innehältst und die Schönheit Deines Lebens betrachtest, kannst Du Respekt empfinden für Dein Leben und das was Du geschafft hast. Jedes Mal, wenn Du Deine Umgebung wahrnimmst und sie schätzt, kannst Du Liebe fühlen, weil Du es so willst. Es sind Deine Regeln.

So also stehst Du jeden Tag auf und fragst Dich, was kann ich heute tun, um diese grundlegenden tiefen Gefühle zu fühlen. Diese Entscheidung ist nicht schwierig zu treffen. Meine Version von Spiritualität heißt: es muss praktisch anwendbar sein. Es muss anwendbar sein in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer und in meinem Herzen.

Finde Deine tiefen Wunschgefühle

Manche brauchen ein Wochenende, um sich über diese Gefühle klar zu werden, manche brauchen Monate. Dieser Schritt hilft Dir dabei, dass die Stimme Deines Herzens mit Deinen Zielen übereinstimmt.

Frage Dich selbst: Was will ich, brauche ich oder möchte ich erfahren, um dieses tiefe Wunschgefühl kennen zu lernen. Du musst tief gehen, um wirklich zum Grund Deiner tiefsten Gefühle zu kommen. Sobald wir anfangen uns mit Ziele setzen beschäftigen, blicken wir nur noch nach außen – höher, schneller, weiter. Komm zurück zu Dir. Wie willst DU Dich fühlen?

Was ist, wenn nicht alles glatt läuft? So ist das Leben. So entwickelst Du Dich weiter. Du fühlst Dich, wie Du Dich fühlen willst… kommst vom Kurs ab… fühlst Dich nicht mehr, wie Du Dich fühlen willst…. machst eine Kurskorrektur… fühlst Dich wie Du Dich fühlen willst… kommst vom Kurs ab ….

Auch wenn Du mal verärgert bist. Du kannst das stoppen und Dich daran erinnern, dass Du Dich so nicht fühlen willst. Erinnere Dich an Dein tiefes Wunschgefühl. In dem Moment wo Du das tust, zeigen sich Lösungen. Frage Dich immer, was DU tun kannst, um Dich so zu fühlen, wie Du Dich fühlen willst.

Deine wichtigste Aufgabe ist es, Dir zu erlauben Dich wertvoll zu fühlen. Du bist wertvoll, Du bist wichtig und Du bist es wert, dass sich Deine Wünsche erfüllen.

Was also ist Dein tiefstes Wunschgefühl, mit dem Du das nächste Jahr gestalten möchtest?

Denke daran: Du jagst kein Ziel – Du jagst ein Gefühl.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit

Renate Monheimius