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Ich mach da nicht mit

Geraubtes Leben

Wie sehr fühlen wir uns seit mehr als einem Jahr gewaltsam unseres freien Lebens beraubt. Wie sehr unterdrückt und in Angst und Schrecken gehalten. Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf: Hier stimmt etwas nicht. Die Regierung hat sich unseres Lebens ermächtigt, wie es durch den Geist der Verfassung niemals erlaubt wäre.

Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der erste sein will, der soll aller Knecht sein.“ Markus 10, 42 – 44

Es gibt gerade jetzt viele Gelegenheiten zu reagieren. Es gibt viele Möglichkeiten zu protestieren. Dagegen zu sein. Nicht einverstanden zu sein. Aber wie sollen wir reagieren? Jesus versucht seinen Jüngern zu erklären: Die Mächtigen, die Regierenden benutzen ihre Macht, um anderen ihren Willen aufzuzwingen. Sie benutzen ihre Macht, um andere klein zu halten und ihnen zu sagen, was sie tun dürfen und was nicht. Das war schon damals so. Aber Jesus sagt, dass soll es bei euch nicht geben. Im Reich Gottes wird nicht Macht benutzt, um etwas durchzusetzen, sondern, wenn Du im Reich Gottes etwas erreichen willst, dann diene. Diene dem anderen und mach da nicht mit.

Ich mach da nicht mit

Was Jesus den Jüngern ganz klar sagt ist, wir sollen nicht mit den Mitteln der Welt reagieren. Was war das Mittel, das Jesus hier anprangerte? Benutze nicht irgendeine Macht oder Autorität, um Deinen Willen jemand anderem aufzuzwingen. Das ist nicht der Weg im Reich Gottes. Das ist nicht die Art und Weise, wie wir handeln sollen. Diese Aussage beschreibt nicht einen Wunsch in dem Sinne, es wäre doch gut, wenn es nicht so wäre. Nein, Jesus sagt: Das gibt es nicht im Reich Gottes. Es ist nicht zulässig im Reich Gottes, so zu handeln. Es ist nicht zulässig so zu reagieren.

Ich selbst werde die Mittel dieser Welt nicht mehr anwenden, um zu reagieren, auch wenn es manches Mal schwer fällt. Weil das nicht der Weg ist, den Jesus uns gelehrt hat. Und darauf kommt es mir an. Ich werde mich nicht dazu verleiten lassen, genauso zu reagieren, wie andere in der Welt es tun. Ich diene dem Reich Gottes und im Reich Gottes herrschen andere Gesetze. Also mach ich da nicht mit.

Jesus sagt, ja, die Mächtigen machen Fehler, aber ihr müsst daraus lernen und nicht so sein wie sie. Das ist herausfordernd. Es ist einfach dem anderen zu sagen, was er falsch macht. Aber plötzlich stellen wir fest, dass wir manchmal dazu neigen, genau mit den gleichen Mitteln, die wir eigentlich verurteilen, zu reagieren. Ich habe noch nicht herausgefunden warum. Warum erwarte ich, dass der Andere meine Meinung anhört und akzeptiert, merke aber, dass sich meine Nackenhaare sträuben, wenn er mir mit Inbrunst seine Sicht der Dinge kundtut?

Der Zweck heiligt die Mittel nicht

Wir kennen alle den Spruch: Der Zweck heiligt die Mittel. Wenn das Ziel das Gute ist, dann sind die Mittel, mit denen man es erreicht, zweitrangig. Im Reich Gottes sollen die Mittel genauso heilig sein, wie der Zweck. Die Bibel spricht ohne wenn und aber über das, was die Menschen erwartet. Gott braucht keine Halbwahrheiten, um sein Wort zu verbreiten. Er verschweigt auch nichts und will auch nicht, dass wir es tun. Aber auch Paulus hat seine politischen Rechte gebraucht und sich auf den Kaiser berufen.

Es gibt Menschen die sagen, wir müssen unsere politischen Rechte ausnutzen, um das Ziel zu erreichen. Wenn Gott Dich dazu beruft, Dich in der Politik zu engagieren, dann tue es. Wenn Du spürst, dass Du einen Auftrag dazu hast, dann tue es. Aber zwinge die anderen nicht, Deinem Willen zu folgen. Paulus hatte die Möglichkeit und beruft sich auf den Kaiser. Aber warum tut er das?

Paulus wusste auf dem Weg nach Jerusalem, dass er gefangen genommen werden würde, aber er wusste nicht warum. Er wurde den Römern ausgeliefert, aber er wusste nicht warum. Er hat vor Agrippa, Felix und Festus gesprochen. Er wusste, dass Gott einen Plan hat, aber er wusste nicht welchen. Doch Gott zeigte ihm einen Weg. Der einzige Weg für einen römischen Bürger vom Kaiser gehört zu werden, war über einen Prozess, in dem er sich zu unrecht verurteilt fühlte, sich auf den Kaiser zu berufen. Paulus entschloss sich, sich nicht über die Missstände in Jerusalem zu beschweren oder über die Ungerechtigkeit, dass die Christen verfolgt werden, sondern das Evangelium zu predigen.

Wem dienst Du?

Wenn Du heute oder morgen die Möglichkeit hättest vor der Bundeskanzlerin eine Rede zu halten oder vor ihrem Kabinett, was wäre Deine Botschaft an sie? Was würdest Du ihr jetzt so gerne mal sagen? Das, was Du ihr gerne sagen möchtest, offenbart Deine Motivation. Wem würdest Du in dem Moment dienen? Deinem Willen, Deinem Vorteil, Deinen Rechten, Deiner Idee? Wem würdest Du dienen? Wem solltest Du dienen?

Wärst Du bereit vor die Kanzlerin zu treten und sie darauf hinzuweisen, dass sie Gott bei ihrer Planung außen vor lässt? Dass Gott nach wie vor die Zügel in der Hand hat und das letzte Wort? Wärst Du bereit mit der Bibel in der Hand das Evangelium vorzutragen? Und ihr dabei keinen Vorwurf zu machen, dass Du eine Maske tragen musst? Weil das zweitrangig ist.

Jesus sagte, wir sollen nicht mit den Mitteln dieser Welt kämpfen. Das ist nicht unser Kampf. Wir sollen für andere da sein und die Botschaft des Evangeliums verbreiten. Wir sollen kundtun, dass nicht irgendeine Impfung unsere Rettung ist, sondern Jesus Christus allein. Nur das nimmt den Menschen die Angst und gibt ihnen inneren Frieden, den sie gerade so dringend brauchen. Das ist unser Job. Wir sind herausgefordert, bei allen Dingen, die nicht in Ordnung sind, zu sagen: Ich mach da nicht mit.

Neue Gedanken zulassen

Paulus hat niemals das Evangelium benutzt, um politische Rechte und Freiheiten einzufordern. Aber er hat jede politische Freiheit genutzt, um das Evangelium zu verbreiten. Paulus kannte Mittel und Wege. Er gehörte zur oberen Klasse der Juden. Er kannte die politischen Zustände. Er wusste, wie man miteinander umgehen kann, wie man etwas erreichen kann. Und doch machte er da nicht mit.

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Römer 12,2

Wir sollen unseren Sinn erneuern, nicht nur verändern. Es müssen neue Gedanken her. Das Reich Gottes umfasst andere Gedanken, andere Prinzipien. Wenn wir bereit sind neue Gedanken zuzulassen, die Perspektive zu wechseln, werden wir verändert. Und wozu sollen wir das tun? Damit wir prüfen können, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Und die Welt vergeht in ihrer Lust, wer aber den Willen des Vaters tut, der bleibt in Ewigkeit.“ 1. Johannes 2, 17

Was ist Dein Ziel?

Was ist Dein Ziel in diesem Leben? Wofür willst Du Dich einsetzen? Wofür bist Du bereit zu sterben? Für eine politische Meinung? Oder für die klare Überzeugung für den, der uns berufen hat? Diese Welt wird vergehen. Wir können gerne auf die Prinzipien dieser Welt bauen, aber wir müssen uns dessen bewusst sein, dass alles worauf wir dann bauen, vergehen wird.

Es geht bei all dem aber nicht um mich, es geht um den, der mich in seiner Hand hält, mich führt, leitet und trägt, damit ich gut durch diese schwierigen Zeiten komme und für andere da sein kann. Wir sind herausgefordert uns hinzustellen und zu sagen: Ich mach nicht mit. Ich will nicht bewerten, was der Andere macht. Ich will nicht darauf schauen, was der Andere sagt und warum er das sagt. Darum geht es nicht.

Es geht darum, dass ich persönlich sagen kann: Ich mach da nicht mit. Und das kann man auch auf andere Bereiche des Lebens ausweiten. Wenn zum Beispiel an Deinem Arbeitsplatz jemand gemobbt und ungerecht behandelt wird, Dich hinzustellen und zu sagen: Ich mach da nicht mit. Auch wenn es für mich persönlich Konsequenzen haben kann. Ich mach trotzdem nicht mit. Auch wenn alle anderen bei der Steuererklärung mogeln, damit mehr dabei raus kommt, zu sagen, ich mach da nicht mit, weil ich weiß, wem ich diene.

Was gibst Du weiter?

Diese Einstellung kann uns leider auch dazu verführen, dass wir stolz werden. Wir müssen lernen, bei alldem demütig zu bleiben. Wir müssen erkennen: Es geht nicht um mich, es geht um den, dem ich diene. Nicht ich bin ausschlaggebend, sondern Gott. Ich vertrete Jesus. Ich bin sein Botschafter. Meine Haltung, meine Einstellung, mein Reden, repräsentiert sein Reich. Was gebe ich weiter in dieser Welt, wenn ich genauso laut schreie und protestiere und über die Regierung schimpfe, wie alle anderen? Wahrscheinlich nicht das Reich Gottes. Auch wenn uns Manches frustet.

Lass uns die einzige bewusst trotzige Haltung einnehmen: Mit mir nicht. Ich mach da nicht mit. Aber ganz klar bezogen auf mein Leben. Wie die anderen handeln, dafür bin ich nicht verantwortlich. Nein, entscheide für Dich selbst. Entscheide Dich, nicht mitzumachen mit weltlichen Mitteln im Reich Gottes. Ich will Gott dienen von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit allem was ich bin und habe. Und ich bin bereit, die Konsequenzen für mich in Kauf zu nehmen, wenn sie mich vielleicht verlachen, verspotten, ausgrenzen und verfolgen.

Der Geist der Zwietracht

Immer da, wo Menschen ihre Macht benutzen, um ihren Willen durchzusetzen, da kommt immer Spaltung und Streit zustande. Immer. Es ist traurig zu sehen, wie in der aktuellen Lage der Welt, diese weltliche Diskussion Einzug gehalten hat in Familien, in Gemeinden, in enge Freundeskreise, und wie plötzlich Streit und Unfrieden da ist. Weil man sich plötzlich nicht darüber einig ist, was man darf, was man nicht darf, wie viel Rücksicht ist angebracht, ob man dagegen protestieren sollte oder nicht.

Dieser Geist hat so viel Zwietracht gesät und ich möchte Dich dazu einladen, Dich hinzustellen und zu sagen: Ich mach da nicht mit. Ich mache den Streit nicht mit. Ich werde nicht reagieren auf die eine oder andere Seite. Ich werde das tun, was Jesus gesagt hat: Ich will dem anderen dienen. Ich will für ihn da sein. Ich will ihm helfen, den Weg zu finden – zu Gott. Denn da ist die Rettung.

Schimpfe nicht über die Fehler, die Du bei anderen siehst, reagiere nicht mit denselben Mitteln. Mach es anders in Deinem Leben und sei damit ein Zeuge Jesu! Vielleicht ist es manchmal auch hart, nicht die Gedanken zu übernehmen, die andere um uns herum uns vorbeten. Sich zu enthalten.

Was ist die Rettung?

Beziehe Stellung für Gott und mache dieses Spiel in dieser Welt nicht mit. Immer dann, wenn wir versuchen mit irgendwelchen Mitteln etwas zu erreichen, laufen wir Gefahr, unser Misstrauen zu Gott zu offenbaren. Paulus wusste, es ist sein Auftrag, zum Kaiser zu kommen. Also ging er den Weg. Und er verließ sich darauf, dass Gott das Richtige tut.

Was ist Dein Auftrag? Wenn Du gerade das Gefühl hast, eingeengt zu sein, dass andere Dich nicht frei leben lassen im Reich Gottes, vertrau darauf, dass Gott einen Plan hat. Auch wenn Du ihn vielleicht jetzt noch nicht siehst. Eines Tages wird sich dieser Nebel lichten. Ich möchte Dich ermutigen, wachsam zu sein, aber Stellung zu beziehen für Dich selbst. Dich loszusagen, von den Mitteln der Welt. Gott zu vertrauen. Nicht mit den Mitteln der Welt zu kämpfen, um das zu erreichen, was Gott in Dein Leben hinein gelegt hat. Denn Gott wird es ans Ziel bringen.

Herzlichst

Renate

Danke an Artur Schuh, Missionswerk Strahlen der Freude, für diese Inspiration.

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