Unterdrückte Gedanken sind gefährlich

Seit einiger Zeit erlebe ich ganz intensiv, wie Gedanken mein Leben beeinflussen, oder noch besser: Wie ich durch Gedanken mein Leben beeinflussen kann.

Völlig verrückt – nicht immer einfach.

Über positives Denken möchte ich heute nicht schreiben, das haben andere schon getan. Oftmals steht ein Zwang dahinter „Du musst aber doch ….. denke positiv….. „, gefolgt von positiven Affirmationen, die ich runterbeten soll wie ein Mantra, die mit mir nichts zu tun haben. Negative Gedanken werden weggefegt, ausgeblendet und unterdrückt. Nein, du musst positiv denken. Dann wird alles gut.

Unterdrückte Gedanken sind gefährlich

Und was ist mit den negativen Gedanken, die nun mal da sind? Was ist mit der ganzen Wut, Enttäuschung, Frust, die in Form von Gedanken tagtäglich durch meinen Kopf geistern – bewusst oder unbewusst?

Ich habe mal gehört: Wenn du das Haus sauber machen willst, musst du den Dreck sehen.“

Und ja, wir sollen positive Gedanken fördern, die uns motivieren und weiter bringen. Wenn diese aber ihren Effekt haben sollen, brauchen auch die Negativen ihren Raum.

Warum?

Was Du unterdrückst, bleibt erst recht an Dir kleben und kommt irgendwann um so intensiver zum Vorschein. Unterdrückte Gedanken sind gefährlich. Wir sind nicht unsere Gedanken, aber wenn wir an ihnen festhalten, in welcher Form auch immer, können sie Wirklichkeit werden.

Wenn wir unsere negativen Gedanken leugnen, wenn wir sie unterdrücken, sie ignorieren, wenn wir sie nicht aufmerksam betrachten, können sie uns vollständig kontrollieren. Das ist der Zeitpunkt, wo sie Macht über uns haben.

Welche Gedanken hattest Du vor Kurzem, die Du nicht anschauen wolltest? Etwas, das Du als schlecht und falsch bewertet hast und nicht haben wolltest? Gedanken, die Du als negativ bewertet hast, statt sie einfach nur wahrzunehmen?

Deine Gedanken sagen nichts darüber, wer Du bist

Nichts von dem besagt, wer Du bist, es sei denn, Du handelst danach. Selbst wenn Du Gedanken hegst, die Du als positiv bewertest, wie „Ich möchte erfolgreich sein“ oder „Ich kann es“ oder „Ich bin zuversichtlich, dass ich eine gute Ehe führen werde“ oder “die Liebe meines Lebens finde.“ Die meisten von uns denken so etwas gerne. Wenn aber negative Gedanken auftauchen, suchen Viele von uns das Weite. Diese wollen wir nicht ansehen, weil wir dann denken, dass wir diese Gedanken sind, dass wir schlecht sind. Das ist nicht wahr.

Wenn Du die Gedanken, die Dich kontrollieren und ihre Macht auf Dich ausüben, nicht bewusst wahrnimmst, können sie Deine Realität werden. Wenn Du nun einen Gedanken als negativ wahrnimmst, dann nimm Dir einen Augenblick Zeit und schau genau hin. Nimm ihn als das wahr, was er ist – ein Gedanke, einer von ca. 60.000 am Tag. Registriere welchen Ursprung er hat. Wenn er nicht liebevoll ist, sondern ein Gedanke der Angst, Wut oder Rache, dann ist Satan am Werk. Ja, Du hast richtig gelesen: Satan und seine Engel sind real. Sie lassen nichts unversucht, um Dich von der Liebe Gottes zu trennen. Wir kämpfen gegen geistliche Mächte.

„Denn wir haben nicht mit Wesen von Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den Fürstentümern, mit den Gewalten, mit den Weltbeherrschern dieser Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in den himmlischen Regionen.“ Epheser 6, 12

Was ich Dir empfehlen kann ist, einzutauchen in diesen Gedanken, ihn Dir wirklich anzuschauen. Ich schaue ihn mir genau an und frage mich: Was würde passieren, wenn ich das tun würde?“ „Was würde passieren, wenn dieser Gedanke wahr würde?“ Wenn Du ihn bis zum Ende verfolgst, betrachtest Du die gesamte Situation. Du bekommst das ganze Bild. Dann bekommst Du die Erkenntnis, dass Du das nicht tun wirst und dies nicht passieren wird, dass Du nicht mal 100%ig sagen kannst, dass er war ist, dass es nichts als ein Gedanke ist.

„Darum nehmt die volle Waffenrüstung Gottes zur Hand, damit ihr imstande seid, am bösen Tag Widerstand zu leisten, alles gut auszurichten und das Feld zu behaupten.“ Epheser 6, 13

Unterdrückte Gedanken arbeiten im Unbewussten weiter

Wenn Du nicht das ganze Bild betrachtest, wenn Du den Gedanken unterdrückst und leugnest, wird er gefährlich. Dann arbeitet er im Unbewussten weiter. Ich lade Dich ein, Dir alle Deine Gedanken bewusst zu betrachten. (Du wirst staunen, was da im Laufe des Tages so alles unterwegs ist.) Beobachte Dich, wenn Du dabei bist einen Gedanken zu unterdrücken und schau hin.

Erinnere Dich: Unterdrückte Gedanken sind gefährlich. Aber wenn wir sie im Licht Gottes aufmerksam betrachten, kontrollieren sie uns nicht mehr, und welche Bewertung wir ihnen auch geben, sie lösen sich förmlich auf. Sie haben keine Macht mehr über uns. Und das ist so befreiend.

Wenn Du Gedanken hegst, die Dich beherrschen und Dich einfach nicht loslassen – kontaktiere mich. Ich habe da einen Plan. Wenn Du einen Plan hast, Deine Gedanken zu beherrschen, freue ich mich, in den Kommentaren darüber zu lesen.

Herzlichst

Renate

4 Antworten auf „Unterdrückte Gedanken sind gefährlich“

    1. Hallo Stefanie,

      ja manchmal ist es die ganz einfache Logik, die für die Erkenntnis sorgt.
      Ich war auch verblüfft, als ich das das erste Mal las.

      Liebe Grüße
      Renate

  1. Liebe Renate,

    Danke für diesen Artikel. Ein schönes Ritual ist die negativen Gedanken aufzuschreiben, zu betrachten und dann zu verbrennen.

    Liebe Grüße
    Brani

    1. Hallo Brani,

      ich freue mich, wenn ich Dir einen umsetzbaren Impuls geben konnte.

      Ganz liebe Grüße
      Renate

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