Vom Wunsch zur Vision

Visionen

Gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur eigenen Vision?

Durchaus. Wenn man bedenkt, dass die eigene Vision, wie die Entwicklung des Charakters heranreift und von vielen Einflüssen abhängig ist.

Kann sich eine Vision ändern?

Auch das. Ich glaube, dass sich der Weg zu unserer Vision ändert, je mehr wir auf unserem Lebensweg voranschreiten und unsere Erfahrungen und Erkenntnisse mehr und mehr von unserer wahren Vision offen legen. Das wofür wir wirklich hier sind.

Die Schwierigkeit besteht darin, im täglichen Trubel und der Beeinflussung durch Andere, sich die Zeit zu nehmen, um seine wahre Vision, die Vision hinter allen Zielen, Wünschen, Träumen zu finden.

Für mich war es nicht einfach, meine wahre Vision zu finden. Die Beeinflussung durch Andere war zu groß und ich zu einfach zu begeistern von den vielen tollen Möglichkeiten, Ideen und Lebenskonzepten.

Träume sind Schäume

Ich habe gelernt, meine Träume auf einem Visionboard festzuhalten. Wenn ich auf mein Visionboard schaue, fallen mir Dinge wie ein schönes Haus, ein schickes Auto, Boot, Reisen, Pferde – also materielle Dinge ins Auge. Es ist nichts falsches daran, sich diese Dinge vor Augen zu führen, um das Träumen erst wieder zu lernen. Ja genau. Weißt Du wie viele Menschen aufgehört haben zu träumen? Sicherlich begleitet von den weisen Ratschlägen naher Verwandter, Bekannter und Freunde: „Träume sind Schäume.“

VisionenJa, der Schaum auf einem Glas Champagner.

Der Schaum auf den Wellen, die an den Strand eines Inselparadieses in der Südsee treffen.

Der Schaum eines warmen Wannenbades nach einem anstrengenden Tag, mit Blick vom 21. Stock eines 5-Sterne-Hotels auf die Lichter irgendeiner Metropole dieser Welt …..

Alles eine Frage der Sichtweise. Ich mag diese.

Darauf folgen sollte dann aber die weitergehende Frage: Warum will ich das alles? Welche Lücke soll all dies füllen? Was ist, wenn diese Träume tatsächlich wahr geworden sind? Was ist dann?

Mittlerweile nehme ich davon Abstand Visionboards zu basteln, bzw. empfehle dies auch nicht mehr. Ein Aspekt auf meinem Visionboard wurde tatsächlich ohne mein Zutun wahr. Alle anderen nicht. Das Tückische daran ist, solche Empfehlungen funktionieren unter Umständen tatsächlich. Ein Visionboard verleitet Dich aber dazu, zu glauben, dass Du Schöpfer Deines Lebens bist. Oder noch schlimmer, dass Gott als Schöpfer Himmels und der Erde Deine Hilfe braucht. Wie hochmütig. Und wie Du weißt, kommt Hochmut vor dem Fall. Wie viele Menschen kennst Du, deren Wünsche aus dem Visionboard wahr geworden sind und die vollständig glücklich und zufrieden sind und das Leben Anderer bereichern?

Wie wäre es damit, Dein Leben, Deine Wünsche und Träume, Deine Vision Gott hinzulegen und seine Wegweisung zu erwarten? Das nimmt Dir doch eine unendliche Last von den Schultern. Du bist nicht mehr für alles verantwortlich. Vor Allem nicht für Dinge, die Du absolut nicht beeinflussen kannst. Also, in letzter Instanz nicht wirklich. Vertraue auf die Führung dessen, der den größeren Überblick über Dein Leben hat, der Dir Deine Vision eingegeben hat und definitiv am Besten weiß, welchen Weg Du gehen sollst – ganz ohne Visionboard. Ich mache es so – funktioniert!

Lass dir nie deine Träume nehmen

Das war einer der wichtigsten Sätze in meinem Leben, die ich zu Anfang meiner Tätigkeit im Network Marketing gehört habe. Und „Damit Dinge sich ändern, musst du dich ändern“. Weißt Du wie das geht? Sich ändern! Was genau? Früher aufstehen? Strukturierter arbeiten? Mehr Planen? Keine Ablenkungen? Und dann? Führt mich das zu meiner Vision?

Warum brauche ich eine Vision?

Um unsere Ziele überhaupt erreichen zu können, brauchen wir einen tieferen Sinn hinter dem was wir tun. Erst wenn wir uns darüber im Klaren sind, warum wir tun, was wir tun, verliert das „Wie“ an Bedeutung. Nur wenn ich weiß, welcher wahre Grund hinter dem was ich tue steht, wird es mir überhaupt gelingen, meine Ziele zu erreichen. Was willst Du wirklich?

Weißt Du, warum Du morgens aufstehst? Was bleibt, wenn Du das tolle Auto endlich hast? Und das Haus? Und das Boot? Was bleibt, wenn Du Dir alle materiellen Wünsche erfüllen kannst? Was holt Dich dann morgens aus dem Bett?

Gib deinen Aktivitäten ein Motiv

In dem Wort Motivation steckt das Wort Motiv. Geben wir unseren Handlungen also ein Motiv durch unsere Vision. Das motiviert uns, dran zu bleiben. Doch eine Vision kann so mächtig sein, dass Sie nicht nur unsere Frage nach dem Warum beantwortet, sondern auch die Frage nach dem Warum anderer Menschen.

Wenn Du in der Lage bist, mit Deiner Vision andere Menschen anzustecken und sie deshalb für die gleiche Sache brennen, dann bekommt Deine Vision das Potential, Veränderungen in der Welt herbeizuführen. Ich möchte ein Licht sein in dieser Welt und Andere dazu ermutigen, das auch zu sein.

Wie meine Vision entstand

Als ich mich mit 23 Jahren selbständig machte, wusste ich nichts von Vision und Erfolg. Ich wusste nur, dass ich mich, angeregt durch das Beispiel Anderer, in eine Sache verbiss, an nichts anderes mehr dachte und sehr erfinderisch wurde, um mein Ziel zu erreichen. Ich erreichte es. Ich hatte keine Ahnung was ich da tat. Ich wusste nur genau was ich wollte und gab nicht auf. Mein Ziel war leben und arbeiten in Miami. Meine Vision war …? Zumindest nicht groß genug, um in der Spur zu bleiben, als ich dieses Ziel erreichte.

VisionboardAls ich Jahre später ins Network Marketing eintrat stellte ich fest, dass das Wort Vision ziemlich inflationär verwendet wurde und viele darunter das Erreichen materieller Dinge durch ausgefeilte Zielsetzungen in Form von Umsatzzahlen verstanden. (Und das Basteln eines Visionboards.)

An meine erste Vision erinnere ich mich nicht mehr. Kann sein, dass sie mit großen Einkommenszahlen zu tun hatte, an die ich selbst nicht glaubte und mit Worten wie Presidents-Team. Die Kraft einer solchen Vision ist einfach nur schwach, bedeutungslos und interessiert niemanden außer mir. Was wollte ich damit? Nichts! Ich meine: Nichts tun, Füße hoch, das Leben genießen, Andere arbeiten lassen, mich in meinem Ruhm sonnen.

Spuren hinterlassen

Es war nichts, was Spuren hinterlässt und für irgend jemanden bedeutungsvoll gewesen wäre. Nichts, was die Welt auch nur einen Deut besser gemacht hätte. Nichts, womit ich Ruhm und Anerkennung überhaupt verdient hätte. Ich erntete was ich säte: Nichts! OK ein bisschen mehr war es schon. Aber auf lange Sicht …..

„Ich frage mich jeden Tag, was andere davon haben, dass es mich gibt“. Der Urheber dieses Zitats ist mir entfallen. Es bedeutet jedoch, wenn ich andere Menschen in meine Vision mit einbeziehe, und ich aufhöre, mich um mich selbst zu drehen, wird meine Vision zu einem machtvollen Instrument, das weite Kreise zieht. „Build a Tribe“ las ich mal. Schare eine Menge Gleichgesinnter um Dich und erreiche zusammen mit ihnen Unglaubliches. Damit habe ich erkannt, dass eine Vision nur dann von Bedeutung ist, wenn sie nicht nur mein Leben, sondern das meiner Mitmenschen beeinflusst.

Ich bin hier, um einen Unterschied zu machen, nicht, um der Herde hinterher zulaufen und die Ziele anderer zu erfüllen. Mag sein, dass der ein oder andere Top-Vertriebler damit durchkommt, die Massen zu mobilisieren und unsagbare Einkommen zu generieren, ohne dass man einen tieferen Sinn dahinter erkennt. Es sei ihnen gegönnt. Den Preis, den sie dafür bezahlen, kenne ich nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn bezahlen wollte. Meine Berufung scheint eine andere zu sein, deshalb bin ich nicht da, wo sie sind. Ich habe aufgehört, mich dafür anzuklagen. Alles was für mich bestimmt ist, wird den Weg zu mir finden. Ich brauche um nichts zu kämpfen.

Vom Wunsch zur Vision

Statt dessen habe ich mir folgende Fragen beantwortet:

Was würde ich tun, wenn ich nur noch 6 Monate zu leben hätte?

Was war schon immer meine Leidenschaft?

Wonach sehne ich mich immer wieder?

Welche Erlebnisse bewegen mich noch heute?

Durch welche Charaktereigenschaften unterscheide ich mich von anderen?

Gab es Einschränkungen, die mir zu besonderen Fähigkeiten verholfen haben?

Wie schon oben erwähnt, möchte ich ein Licht sein in dieser Welt und andere Menschen dabei begleiten, das auch zu sein.

„Als nächstes gilt es eine Formulierung zu finden, die die Grundmotive anderer beeinflussen kann. Eine Vision ist sozusagen ein formuliertes Bild der gewünschten Zukunft für sich und andere. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Vision noch machtvoller wird, je konkreter dieses Bild gezeichnet wird. Zahlen helfen uns dabei, ein konkretes Bild zu zeichnen und das Ausmaß der Vision aufzuzeigen. Auch helfen die Zahlen, sich diese Vision besser merken zu können. Eine Vision ist erst dann gut, wenn man sie nach einmaligem Hören nie mehr vergisst. Dabei hilft vor allen Dingen die Größe der Vision. Eine Vision, deren Auswirkungen die ganze Welt betreffen wird, reißt die Leute nahezu automatisch mit und steckt sie an.

Dazu ist es auch wichtig, so lange an der Vision zu feilen, bis sie in einen Satz passt, jedoch die wichtigsten Elemente darin enthalten sind und sich das Ganze rund anhört. Auf diese Weise reduzierst Du Deine Vision auf das Wesentliche und alles Unbedeutende fällt raus. Das ist wohl eine der schwierigsten Übungen und mich persönlich beschäftigt die Ausformulierung meiner Vision schon mehre Jahre.

Wenn Deine Vision also nicht nur Dich, sondern anderen nutzt, sie so fein formuliert ist, dass sie andere elektrisiert durch ihren gesunden Größenwahn und ihre transportierten Emotionen, dann ist sie in der Lage, die Menschen in ihren Bann zu ziehen.“ (Mario Schneider)

Glaube verleiht der Vision Kraft

Wenn Deine Vision so formuliert ist, als ob sie von Gott eingegeben  und nicht Deiner Gedankenwelt entsprungen ist, haben Andere das Gefühl, dass Du nicht nur egoistischen Zielen, sondern Deiner wahren Berufung folgst. Dann scheint es so, als ob Du erwählt wurdest, diese Vision umzusetzen. Nach allen Höhen und Tiefen meines Lebens und den vielen unterschiedlichen Wegen, habe ich tatsächlich das Gefühl, dass ich erwählt wurde, diesen Weg zu gehen. Einen Weg, den ich in meinem tiefsten Inneren schon immer gespürt habe. Allerdings musste ich dafür erst geformt werden und dazu brauchte ich die Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Glaube gibt Deiner Vision eine Kraft, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Wenn Du Deine Vision von innen heraus spürst, tritt auch das Geld in den Hintergrund. Mit Dollarzeichen in den Augen durch die Welt zu laufen, hindert Dich eher am Erfolg, weil Du damit kundtust, dass Dir etwas fehlt. Nur durch Glauben kannst Du Deiner Vision die Kraft verleihen, wahr zu werden.

„Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt. dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!“ Markus 11, 24

VisionenDer Glaube an Gottes Wohlwollen und Gnade, der mich unweigerlich zu meiner Vision führt, wenn ich auf seine Stimme höre, sorgt für Ruhe und Frieden im täglichen Leben. Nichts muss mehr anders sein. Jeder Tag sorgt für sich selbst, wenn ich nur Gott vertraue und offen bin für seine Führung. Glauben daran, dass ich nicht alleine bin und Gott willens und in der Lage ist, mir zu helfen, die Vision, die er in mein Herz gesenkt hat, zu erfüllen. Sonst wäre sie nicht da.

Als Christin lebe ich nach diesem Glauben. So habe ich nun meine Vision nach meinem Glauben ausgerichtet und damit auch in ein Licht gesetzt. „Ihr seid das Licht der Welt“, sprach Jesus einst. Das verleiht meiner Vision einen noch größeren Sinn.

Finde Deine Vision und folge ihr. Die Welt braucht die besondere Gabe, die nur Du hast.

Ich freue mich über Kommentare. Schreib mir Deine Vision oder wie Du Deine Vision gefunden hast. Es wird Leser geben, die gerade Deine Inspiration brauchen.

Herzlichst

Renate



Zum diesem Artikel hat mich Mario Schneider mit der Beschreibung seiner Vision inspiriert.

16 Antworten auf „Vom Wunsch zur Vision“

  1. Hallo Renate, ein wirklich toller Artikel und passt so wunderbar in das was ich derzeit so in mir erlebe. Die letzten Tage viel nachgedacht und sich an die Stärke in mir erinnert. Und rauf aufs Gaspedal. Genau in diese Richtung. Und los. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg. Bei solch tollen Artikel… ist der ja schon längst da. Gruß aus Rheinstetten.

  2. Liebe Renate. – – –

    Dein Visions-Seminar war für mich buchstäblich Schlüssel-Erlebnis und Abenteuer gleichermaßen. – – –
    Die Zeit war intensiv – und doch auch entspannend; lehrreich (für den Kopf) und vor allem Berührung mit mir selbst. – – –

    Es war wirklich eine gute Entscheidung, Zeit für mich und das wichtige Thema „Lebens-Vision“ zu nehmen. Ich war sehr neugierig, was mich wohl erwartet … und war in jeder Beziehung positiv überrascht. Deine Begleitung ist optimal und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Nachhaltige Erkenntnisse hatte ich viele und es hat sehr viel Spaß gemacht, mich auf die Reise zu begeben. – – –

    Und so bin ich nun gestärkt und zuversichtlich auf dem Weg unterwegs, meine Vision zu verwirklichen. Danke Dir, dass Du auch nach dem Seminar noch unterstützend da bist. – – –

    Herzliche Grüße von „unterwegs“ – – –
    Mechthild

  3. Liebe Renata,

    ein wunderschöner Artikel, der mich für einen Moment aus meiner aktuellen tristen Welt entführt hat.
    ich bin seit fast zwei Jahren arbeitslos und komme irgendwie nicht weiter.
    Es scheint, als würde sich alles im Kreis drehen und ich komme nicht von der Stelle.
    So langsam verliere ich meine sehr ausgeprägte positive Grundeinstellung und den starken Glauben an mich und meine Fähigkeiten.
    Es war auch mal meine Vision, Spuren in dieser Gesellschaft zu hinterlassen und Anerkannt zu werden.
    Naja.
    Ich wünsch dir alles erdenklich gute.

    1. Lieber Johann,

      ich kann aus eigener Erfahrung nachfühlen, wie es Dir geht. In dieser Situation die Motivation und Vision aufrecht zu erhalten ist ein wahrer Kraftakt. Gib nicht auf. Fang mit kleinen Schritten an. Geh raus und lächle. Auch wenn Dir danach nicht zumute ist. Erfreue Dich an den kleinen Dingen, die Dir begegnen. Überlege für was Du dankbar sein kannst – auch in Deiner Situation – und schreib es auf. Jeden Tag. Tu was Du kannst, um Dich gut zu fühlen. Mit diesen kleinen Aktionen gibst Du dem Universum das Signal, dass Du bereit bist, mehr Gutes zu empfangen. Beschäftige Dich jeden Tag mit Deinen Fähigkeiten und Deinem Ziel. Lies darüber, forsche bei YouTube, tritt in Kontakt mit Menschen, die das was Du willst schon erreicht haben. Bleib am Ball. Geh andere Wege als bisher. Schau nicht nur auf Deine derzeitige Situation.

      Alles Liebe
      Renate

  4. Ihr Lieben;
    genauso, wie Renate es schreibt, gelingt es: dran bleiben – nicht aufgeben und immer wieder kleine Schritte, neue Schritte wagen.
    „Hebe den Blick und die Grenzen verschwinden“ auch die Begrenzungen.
    Die Schöpfungsgesetze – gleich Resonanzgesetze binden Dich immer da ein, worauf Du Deinen Fokus setzt.
    Schaue nach vorne und gehe den nächsten Schritt – wie ein Kind. Es fällt viele Male hin und steht immer wieder auf – ohne zurück zu schauen.
    Es könnte ja auch sagen: Ich geb`s auf! Bin schon so oft hingefallen. Ich will nicht mehr laufen lernen.

    In meiner großen Vision, die ich seit einiger Zeit in meinem Herzen trage, sehe ich ein Wirk-Heil- und Begegnungszentrum am Rande der Alpen.
    Hier treffen sich souveräne Menschen, die mit „Instinkt-Respekt“ einander achten – geben und empfangen.
    Ich verstehe mich als Impulsgeberin, die darin unterstützt, Visionen ins Außen zu bringen, Visionen, die ausschliesslich aus Herzensintensionen geboren werden.
    Ich wünsche uns allen eine freudevolle, sinnreiche Zeit.

    Lichtvolle Herzensgrüsse
    Brigitte Jutta

    1. Liebe Brigitte Jutta,

      vielen Dank für Deinen inspirierenden Beitrag. Danke, dass Du Deine Vision mit uns teilst.
      Du wirst bei Deinem Vorhaben nicht alleine sein. Ein Schlüssel, seine Visionen zum Leben zu erwecken,
      besteht darin, darüber zu sprechen.

      Herzliche Grüße
      Renate

  5. Liebe Renate
    Eine Vision ? Die Vision, Hunger zu stillen, die keine Religion stillen kann, kein Material stillen kann, keine Karriere und kein Geld stillen kann. Die Vision, mit Menschen zusammenzusein, mit denen man Reden kann.
    Oder schweigen kann. Die einem verstehen, ohne dass man
    sich dafür gegenseitig betexten oder missionieren muss. Ein innerliches Verstehen, für das
    man Worte nur dann braucht, um den anderen zum lachen zu bringen. Es ist eine Vision,
    wie sie die Indianer in einem Tipi kannten. Wenn Winter war, den Märchen der Aeltesten zuhören können. Oder auch gar nichts sagen zu müssen, ins prasselnde Feuer zu sehen, das getrocknete Bisonfleisch, dass man den Sommer über gejagt und geräuchert hat, zu essen, mit Freunden zusammenzusein, vielleicht zu singen, vielleicht zu nähen, vielleicht zu lachen, vielleicht zu schweigen. Es sind verloren gegangene Werte, die ich suche, einen Hunger, der mir diese Form der Zivilisation mit dem besten Willen nicht stillen kann. Und ich weiss auch nicht, wie damit anfangen. Wir sind gefangen in unseren Mauern, sei das eine Villa oder eine eingemietete 1-Zimmer Wohnung. Es ist eine Sehnsucht, aus diesem Lego-Baustein-Leben wieder etwas ganzes zu machen, von der Struktur her wie eine Seifenblase, wo jedes Tröpfchen mit jedem Tröpfchen verbunden ist und einen Einheit bildet.
    Wo jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch seinen Platz hat, eingebunden in der Einheit der Einheit. Das ist meine Vision. Und ich weiss nicht, wo anfangen. Vielleicht weiss einer, womit man zuerst anfangen muss, um aus dem viereckigen Stein wieder etwas Rundes zu machen.
    Herzliche, innige, verbundene Grüsse
    Clemens

    1. Lieber Clemens,

      das ist eine wunderschöne Vision, die viele Menschen haben. Du bist nicht alleine. So viele sind auf der Suche nach einem
      „Nest“,in dem sie sich geborgen fühlen können. Raus aus dem Tun- und Mithaltenwollen-Modus, hinein ins Sein. Auch
      ich habe mich lange nach diesem Nest gesehnt, bis ich herausfand, dass dieses Nest in mir ist und ich es mit Leben füllen
      kann, indem ich anderen Suchenden dieses Nest biete. Und das tue ich. Es gibt also Hoffnung. Du wirst die Welt nicht im
      Alleingang retten können. Diese Aufgabe ist nicht zu bewältigen und der Gedanke daran lähmt. Du hast aber die Möglichkeit,
      bei Dir anzufangen. Für Dich Klarheit zu bekommen, was Dir am allerwichtigsten ist und womit Du für Dich heute anfangen kannst.
      Das ist ein erster Schritt. Weitere werden sich Dir eröffnen. Suche Gleichgesinnte. Die gibt es.

      Danke für Deine schönen Worte.

      Herzliche Grüße
      Renate

  6. Vielen Dank, Renate, für den Schlüssel, den Du mir gegeben hast.
    Wir werden zusammen unterwegs sein, denn ich werde Dich auf dem Laufenden halten.
    Ich fang‘ bei Null an, was ich habe, sind die Erfahrungen meines 49-jährigen Lebens und Lebensweges. Das ist der erste Schritt, und ich hoffe, auf einem langen Weg, zu mir, zum Nächsten und zum Leben.
    herzlichst
    Clemens

  7. Liebe Renate !
    Schritt 1: Absichtserklärung
    Ich wohne alleine in einer 3 1/2 -Zimmer Wohnung. Ein Zimmer ist das Hobbyzimmer.
    Jetzt fliegt als erstes dort die Modelleisenbahn raus. Dann mach ich aus diesem Zimmer
    ein Adlernest und werde Leute einladen, ihr Adlerei dort hinein zu geben.
    Dann werde ich ihnen dabei helfen, ihr Ei auszubrüten !
    Aho !

    1. Lieber Clemens,

      herzlichen Glückwunsch zu der schnellen entschlossenen Entscheidung.
      Du bist auf dem richtigen Weg. Ich habe so ähnlich angefangen.

      Liebe Grüße
      Renate

  8. Liebe Renate !
    Schritt 2: Vom Fokus der Absicht zur Substanz
    Ich habe begonnen, meine Eisenbahnanlage und deren Zubehör zu verschenken und zu verscherbeln, damit ich Raum gewinne für meinen neuen Traum. Gleichzeitig greife ich auf ein
    paar indianische Zeremonien zurück, die ich auf meinem Lebensweg gefunden habe. Ich werde
    einen Visionssuche machen, mir über meine tiefen Sehnsüchte im Klaren werden, damit ich eins
    werde mit mir, meinem Herzenswunsch und meinem Lebensweg. Erst dann kann ich eine Homepage aufschalten und mich auf die Suche machen nach Menschen, die die gleichen Sehnsüchte teilen.
    Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger ! Hahaha !
    Zuerst will ich alles im Klaren haben, erst am Schluss werde ich die Homepage aufschalten, damit
    der Schritt 3, von der Substanz in die Form, umgesetzt werden kann. Gut Ding will Weile haben.
    Ich halte Dich auf dem Laufenden !
    In Liebe
    Clemens

  9. Liebe Renate

    Ich melde mich wieder einmal zu Wort.
    Zurzeit bestehen meine Aufwendungen in viel Meditation.
    Was will ich ? Was will ich weitergeben ?
    Ich habe gesagt Schritt eins Fokus, Schritt zwei Substanz, Schritt drei Form.
    Fokus ist als Selbstwachstum definiert.
    Substanz sind die zwischenmenschlichen Beziehungen.
    Und über die Form brüte ich noch.
    Ich habe kein Interresse daran, irgend eine Sekte hervorzubringen, die sich über irgendwelche
    Verhaltensweisen und Zeremonien definiert. Das führt immer zu einer Form des Fundamentalismus und der Abrenzung derer, die diese Dinge nicht auch tun.
    Im Grunde genommen will ich den Menschen beibringen, dass sie nichts brauchen !
    Im Jetzt ankommen, die Zufriedenheit finden mit dem Bestehenden. Nichts zu erreichen wollen,
    nicht nach irgend was zu streben, was immer dazu führt, mit dem Jetzt nicht zufrieden zu sein.
    Ich bin ein Träumer. Wenn ich eine Wolke schweben sehe, macht mich das glücklich.
    Wenn ich einen Tautropfen sehe, in dem sich das Sonnenlicht darin bricht und es
    in einer Intensität leuchtet, wie es ein 100 Millionen Dollar Edelstein nicht kann, dann macht mich
    das glücklich. Wie kann ich solche Momente der Zufriedenheit und des Glücks mit anderen Menschen teilen ? Dafür brauche ich keine Wissenschaft, kein Wissen, keine Zeremonie, rein gar nichts. Dafür brauche ich nichts als die Augen eines Kindes.
    Und die Form zu finden, das weiterzugeben, ist mir noch nicht klar.
    Sobald ich definieren kann, in welcher Form es in Erscheinung treten soll, weiss ich, was ich tun muss. Und da bin ich noch dabei, mich selbst auszubrüten.

    In Liebe
    Clemens Liauw

  10. Liebe Renate

    Ich bin immer noch dran. Der Raum nimmt langsam Formen an, es wird ein Raum sein, der
    ganz verschiedene Aspekte abdeckt. Ich bin nicht mehr alleine, es kommen Leute hinzu, und
    jeder hat sein eigenes Geschenk des Selbst, seine eigene „Medizin“. Und das ist eine ganz
    schöne Erkenntnis. Du hast Recht gehabt, ich bin nicht alleine unterwegs. Die Augen des Kindes
    sind etwas schönes, aber um es zu formen und gestalten, braucht es die Augen des Erwachsenen,
    der die Organisation, die Struktur, das Konzept dahinter sieht. Daher bin ich jetzt dabei meine
    Erwachsenen-Augen dazu zu gebrauchen, meine Kinds-Augen zu nähren und zum leuchten zu
    bringen. Und das geht effektiv nicht alleine. Aber das ist ein Prozess, und dieses Wunder dauert
    gleich lang wie ein Baum zu wachsen braucht. Ich bleib dran. Vielen Dank für Deine
    motivierenden Worte.

    mit den besten Weihnachtsgrüssen und -Wünschen
    Clemens Liauw

  11. Hallo Renate,
    ich habe gerade deinen Artikel gelesen, weil ich mich in letzter Zeit verstärkt mit dem Thema VISION auseinandersetze.

    Ich glaube, dass es für viele Menschen schwer ist eine klare Vision für sich zu finden bzw. mal darüber nachzudenken.

    Erst wenn vielleicht materielle Ziele (Dinge) erreicht sind und man eine gewisse Sicherheit hat, dann kommt die Frage „Und jetzt?“ Und ich denke, dann finden viele ihre wahre Bestimmung.

    Ich war neulich wandern und habe die Gedanken mal so ein bisschen schweifen lassen. Und als das es dann über meine persönlichen Ziele hinaus ging, kam mir eine Vorstellung in den Sinn, die ich jetzt als meine Vision bezeichne.

    Ich habe das hier mal aufgeschrieben: http://www.thomas-hinze.com/vision

    Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema.

    Viel Erfolg weiterhin

    1. Lieber Thomas,

      danke für Deine Zeilen. Ich habe auch Deinen Artikel gelesen. Diese Geschichten kenne ich aus eigenem Erleben so gut. Sie motivieren, lassen einen morgens aus dem Bett springen, bringen einen ins TUN, man fühlt sich lebendig. Das ist toll.

      Aber wie Du in Deinem Kommentar schon sagst, irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man sich fragt: WARUM? Was treibt mich wirklich? Warum tue ich, was ich tue? Ich freue mich für diejenigen, die an diesen Punkt gelangen und reflektieren. Wie Viele gelangen nie dort hin und springen von einem Zug auf den anderen, von einem Hype zum anderen und finden nie Erfüllung. Sie sonnen sich im Ruhm der anderen und träumen weiter.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Tun und dass Du Dein wahres Warum findest.

      Alles Liebe
      Renate

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