Wie Du die besten Entscheidungen triffst

Entscheidungen

Ich habe darüber nachgedacht, was ich Dir im heutigen Artikel erzählen kann und was für mich in letzter Zeit sehr wichtig war. Ich habe darüber nachgedacht, worum es bei Erfolg in allen Lebenslagen und im Leben eigentlich geht. Worum geht es, wenn wir das glücklichste Leben überhaupt leben wollen?

Im Grunde geht es um eine Serie von Entscheidungen die wir treffen. Es sind wirklich die Entscheidungen, die wir im Leben treffen, die den ganzen Kurs unseres Lebens bestimmen. Nur wie trifft man die Entscheidungen, die uns dann auch weiterbringen?

Ich las kürzlich von einer Art Qualifizierungsfaktor für die anstehenden Entscheidungen. Ein Faktor, so simpel, dass die meisten Leute darüber hinweg sehen. Sie treffen Entscheidungen, die nicht wirklich ihre bestmöglichen Entscheidungen sind, Entscheidungen, die nicht am meisten ausgerichtet sind auf ihre höchsten Werte. Ich entdeckte mit der Zeit aber noch einen anderen Faktor, der alles andere übertrifft. Ich werde das im Augenblick erklären.

Worum es wirklich geht

Alles worum es geht, ist also die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Was heißt das jetzt, die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen? Ich bin gerade in einem sehr außergewöhnlichen Prozess, privat wie beruflich. Und es geht um die Entscheidungen, die ich innerhalb der letzten Wochen zu treffen hatte. Sie stellten sich als die schwierigsten Entscheidungen heraus, die ich je treffen musste. Ich begegnete bei meinen Überlegungen jeder einzelnen Lektion, die ich in den letzten Jahren gelernt hatte und habe versucht, diese Lektionen in eine einzige Entscheidung integrieren. Doch war das ausreichend?

Ich habe viel darüber nachgedacht, was es heißt Entscheidungen zu treffen, die sich auf mein Ziel ausrichten. Dabei habe ich reflektiert, welche Erfahrungen ich in der Vergangenheit aufgrund meiner Entscheidungen gemacht habe und stellte fest, dass ich tatsächlich etwas gelernt habe. Jedoch fühlte ich mich bei meinen Entscheidungen immer irgendwie alleine gelassen. Oft blieb ein vages Gefühl von Unsicherheit.

Wir sind hoffentlich in der Lage, den Unterschied zu erkennen, zwischen dem wie es sich anfühlt, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, die sich als Fehler herausstellte und wie es sich anfühlt, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, die richtig war. Dieses Gefühl ist gut, zeigt sich durchaus vor einer Entscheidung, meistens aber danach. Wie bringe ich es nun fertig, ohne mich vor einer Entscheidung auf dies Gefühl verlassen zu müssen, die richtige Entscheidung zu treffen?

Das Konzept der Ausrichtung

Das Konzept der Ausrichtung heißt: Entscheidungen zu treffen, die sich an unseren höchsten Werten orientieren. Die ausgerichtet sind auf das, was uns am meisten am Herzen liegt und was unsere tiefste Leidenschaft ist. Das ist ein Anfang.

Solche Entscheidungen zu treffen ist wirklich schwierig. Es hört sich einfach an, ist aber eines der schwersten Dinge, die uns begegnen. Es kann sein, dass es sich anfühlt wie ein Sprung ins Vertrauen, wenn Du diese Entscheidungen triffst.

Es fühlt sich an, als ob Du einen Satz ins Unbekannte machst. Du triffst eine Wahl, die Du nie zuvor getroffen hast. Oft fühlt sich das an wie: „Oh mein Gott, kann ich das wirklich tun? Ist das sicher? Was passiert jetzt?“ Wenn diese Fragen in unserem Verstand ankommen, denken wir zurück an all die sicheren Entscheidungen, die wir bereits getroffen haben und jetzt treffen könnten. „Ich könnte dies tun, da weiß ich, dass es funktioniert“ oder „Ich könnte das tun, das wird sicherer sein“.“ Oder „Ich kann das noch aufschieben, es muss jetzt nicht sein.“

Der Durchbruch

Einen ersten Durchbruch beim Entscheidungen fällen erreichen wir, wenn wir uns selbst dabei beobachten, wie wir all diese sicheren Varianten wählen. Das, was wir wirklich tun wollen, was uns begeistert, was sich verrückt anfühlt, was nach Neuanfang riecht, fühlt sich eben an wie ein Sprung ins Vertrauen. Weil wir keine Ahnung haben was passiert, wenn wir diese Entscheidung treffen. In dem Moment, in dem wir uns diesen großen Entscheidungen in unserem Leben gegenüber sehen, werden wir  herausgefordert.

Werden wir die Entscheidung treffen, die sich am meisten an unseren größten Wachstumsmöglichkeiten und unserer größten Leidenschaft ausrichtet? Werden wir eine Entscheidung treffen, die uns dahin führt, worum es in unserem Leben wirklich geht? Oder werden wir es nicht tun? Treten wir zurück zu was sicher ist und bequem und was die Angst uns erzählt, das wir tun sollen?

Wenn Dir jetzt der Kopf raucht, kann ich das verstehen. Ich habe bei allem Nachsinnen, Analysieren und ausprobieren die Erfahrung gemacht, dass ein entscheidender Faktor fehlt: Der, der unsere Geschicke lenkt! Wenn Du nun über allem, was ich oben geschildert habe, Gott mit einbeziehst, ihn um seine Wegweisung für Deine Entscheidungen bittest, abgibst und vertraust, wirst Du eine Antwort erhalten. Ich mag die Geschichte von König David im Alten Testament, der umringt von Kriegsheeren aus feindlichen Lagern, zuerst Gott fragte, was er tun solle. Dann abwartete, bis er die Antwort erhielt und erst danach handelte. Mit Erfolg.

In der Vergangenheit habe ich die eine und die andere Methode ausprobiert. Erst seit ich vor jeder noch so kleinen Entscheidung Gott um Weisung bitte, habe ich wirklich Klarheit für meinen Weg gefunden. Es ist nicht immer einfach, die Geduld aufzubringen, die Antwort auch abzuwarten und die Zeichen wahrzunehmen. Gottes Timing ist manchmal anstrengend. Ich habe oft gemault. Doch die Antworten kommen spätestens pünktlich.

„Sorgt euch um nichts, sondern lasst in jeder Lage eure Anliegen durch Gebet und Flehen verbunden mit Danksagung vor Gott kundwerden. Dann wird der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand, eure Herzen und euer ganzes Denken in Christus Jesus bewahren.“ Philipper 4, 6-7

Dies war es, was ich Dir heute erzählen wollte. Denke daran, wenn Du gerade große Entscheidungen zu treffen hast.

Herzlichst

Renate